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Alte Säge


Sanierung Alte Säge

F.M.Hämmerle ist einer der großen Namen in der Textilindustrie des 20. Jahrhunderts mit Firmensitz im Steinebachareal in Dornbirn. Obwohl der Fokus im Steinebach auf Färben, Aufspulen und Weben lag, wurde in einem der noch bestehenden Kleinode gesägt.

Prominent und direkt an der Straße nach Kehlegg steht eines der wenigen erhaltenen Gebäude des Werksunterhaltes – die Alte Säge. Diese sollte eine neue Nutzung erhalten und zukünftig als Büro dienen.

Heim & Müller Architektur ist seit fast 20 Jahren Projektpartner der F.M.Hämmerle Holding für die Planung der Umnutzung und Sanierung des Steinebach Areals und wurde auch mit der Adaption der Alten Säge betraut.

Für das Dornbirner Architekturbüro war der Erhalt des beinahe nüchternen Charakters eines reinen Nutzbaus grundlegend wichtig, wobei der rustikale Charme des ehemaligen Handwerksbetriebes bei der Sanierung nicht verloren gehen durfte.

Das Holzskelett wurde freigelegt, saniert, statisch und thermisch ertüchtigt und schlussendlich mit einem schlichten Rheintal-Schirm versehen.

Um das offene Raumgefühl zu erhalten und kurze Kommunikationswege zu kreieren, wurden Nutzungen wie Kaffeeküche, Archiv und Besprechung zusammengefasst und als Raummöbel mitten in den großzügigen Raum gestellt.

Ungehobelte Fichten-Dielen als Fußboden sind genauso eine Reminiszenz an die vergangene Nutzung, wie das Säge-Gatter, das als Skulptur erhalten wurde. „Selbst das alte Rolltor der inzwischen verglasten Anlieferung konnten wir wiederverwenden“, schwärmt Architekt Michael Heim über den sorgsamen Umgang mit der Materie.

Mit der Sanierung der Alten Säge ist zwar das letzte Bestandsgebäude am Steinebach für eine neue Nutzung adaptiert, aber die Entwicklung des Areales ist noch lange nicht abgeschlossen.