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Umbau Garnfärberei Henn


Seit nunmehr 20 Jahren zeichnen Heim +Müller für die Sanierungs- und Umbauarbeiten des Quartieres Steinebach der
F.M.Hämmerle Holding verantwortlich und prägen damit maßgeblich das Erscheinungsbild dieses Reliktes der frühen
Industrie Vorarlbergs.


Der Dornbirner Automobil-Zulieferer Henn war an mehreren Standorten im Steinebach eingemietet und hatte seine
Produktion im Erdgeschoss der ehemaligen Garnfärberei, die noch bis weit ins 21. Jahrhundert letzte Teile der
Textilproduktion beherbergte.


Konzentration der Kräfte, kurze Wege und ein ständiger Austausch waren die Vorgaben von Henn-Geschäftsführer Martin
Ohneberg. Mit einem klaren Konzept, neuen internen Verbindungen und der Inszenierung des Bestandes konnte er vom
Verbleib im Steinebach überzeugt werden.


„Ein Neubau auf der grünen Wiese hätte nie so optimal werden können wie hier in diesen alten Mauern!“ schwärmt
Ohneberg begeistert: „Wir haben so viele unterschiedliche Raumqualitäten.“


Bereits im Foyer erschließt sich dem Besucher die Nutzung des Gebäudes. Gezielte Ausschnitte und raumteilende
Verglasungen gewähren Einblicke in die Produktion und das Qualitätsmanagement und zeigen formal die Verbindung
zwischen Neu und Alt.


Das Dach des Bürotraktes wurde angehoben um das 3. Obergeschoss nutzbar zu machen, dem bestehenden Stiegenhaus
wurde mit dem „Think Tank“ ein gläsernes Krönchen aufgesetzt und ein transparenter Verbindungsgang schließt im 2.
Obergeschoss die Lücke zwischen dem Arbeitsbereich und dem optischen Highlight – der „Henn´s Kitchen“. Hier werden
Mitarbeiter unter dem freigelegten Gebälk des ehemaligen Trockenturms mit Frühstück, Snacks und Mittagessen versorgt.


Die Büroeinrichtung wurde vom Innenarchitekten Michael Ohneberg bewusst schlicht gehalten und bildet einen schönen
Kontrast zum stark strukturierten Teppichboden.


Die Nähe zum Wald und dem Steinebach trägt nicht nur zum optischen Ambiente bei, sondern wird auch von der
Haustechnik genutzt. Die kühle Luft, die der Bach vom Firstgebiet mit sich bringt, wird zur passiven, nächtlichen Kühlung
herangezogen.


Eine extensive Begrünung und die mit heimischem Gehölz bepflanzte Außenanlage bringen die umgebende Natur bis ins
Quartier und bilden damit sowohl einen stimmigen Abschluss des Industrieareals, als auch einen sanften Übergang zum
Umfeld.

Bauzeit:
Oktober 2016 – Jänner 2018