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WA Kronhalde - heim+müller architektur aus Dornbirn

Bregenz


Bei diesem sehr speziellen und anspruchsvollen Projekt handelt es sich um die Generalsanierung samt Umbau zweier unter Denkmalschutz stehenden Gebäude, die - im rechten Winkel zueinander konfiguriert - eine offene Hofsitation bilden. Währen das fünfgeschossige (E + 4) Bauwerk über ein steiles Satteldach verfügt, ist das dreigeschossige (E + 2) Haus mit einem leicht geneigten Satteldach ausgestattet. Die ältesten Teile des unterkellerten Ensembles sind rund 500 Jahre alt. Entsprechend diesem langen Zeitraum ist die Geschichte beider Baudenkmäler wechselhaft. So wurden sie sowohl als Gutshof als auch als Gasthaus genutzt. Zuletzt fungierten sie als Pflegeheim der Stadt Bregenz. Dann standen sie - in desolatem Zustand - eine Weile leer.

  

Ein neues Kapitel wurde aufgeschlagen, als das Bregenzer Bauunternehmen Hinteregger beide Bauten erwarb und das Architekturbüro Heim + Müller - unter Beteiligung des Denkmalamtes - mit der Komplettsanierung beauftragte. Ziel dieses Projektes war es, den Komplex in ein Domizil von mehr als 20 noblen Eigentumswohnungen umzuwandeln. Dabei galt es die Herausforderung zu meistern, in die alte Bausubstans Freiflächen wie Balkone oder Loggien zu integrieren, ohne dass dies auf Wiederspruch des Denkmalamtes gestoßen wäre. Unproblematisch hingegen erwies sich der Bau einer eingeschossigen Tiefgarage, die unter dem parkähnlich gestalteten Hof angesiedelt wurde.

  

Die neugestaltung der beiden Baukörper war technisch anspruchsvoll und aufwändig. So entstand in dem südlich situierten Gebäude mit dem steilen Satteldach ein Lift, der die oberen Geschossebenen mit dem nicht genutzten Keller verbindet. Hier situierten die Planer einen Stahl-Holzsteg, von dem aus sich die schönen historischen Gewölbe bewundern lassen.

Aud das Erdgeschoss des neuen Wohnhauses ist mit Kreuz- und Tonnengewölben ausgestattet. Ferner liegen auf gleicher Ebene zwei Eigentumswohnungen. Die darüber angeordneten vier Obergeschosse mit - zum Teil - original Stuckaturen an den Dekcen nehmen die übrigen Wohnungen auf, die ein Mix aus Zwei- und Sechs-Zimmer-Einheiten mit einer jeweiligen Nutzfläche zwischen 50 und 150 m² bilden. Um den hohen Dachraum unter dem steilen Satteldach optimal zu nutzen, hatten die Architekten in deisem Bereich ein neues, viertes Stockwerk eingezogen.

  

Nordwestlich des höheren Hauses erheben sich der niedrigere Baukörper mit dem flachen Satteldach. Da sich dieser Altbau in einem sehr schlechten Zustand befand und die beiden oberen Etagen durch spätere Umbauten zusätzlich entstellt waren, stimmte das Denkmalamt einem Abbruch dieser Stockwerke sowie einem Neuaufbau zu.

  

Auch dieses jetzt komplett sanierte Gebäude verfügt über einen - nicht genutzten - Gewölbekeller, der - wie das hohe Wohnhaus - direkt an die neue Tiefgarage angeschlossen ist. Das erhalten gebliebene Erdgeschoss nimmt zwei Wohnungen auf, während die beiden neu aufgesetzten Obergeschosse jeweils drei Wohneinheiten beherbergen.

Bauzeit:
In Ausführung