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EFH F. - G. - heim+müller architektur in Dornbirn

Dornbirn


Sanierung und Zubau  EFH F. - G.

In einem zentrumsnahen Viertel in Dornbirn mit überwiegend offener Bebauung und freistehenden Baukörpern entstand Anfang des vergangenen Jahrhunderts das zu sanierende Einfamilienhaus.

Erbaut wurde es von Josef Schöch, der als Baumeister das Stadtbild -  soeben war das Stadtrecht verliehen worden  - und die Baukultur in Dornbirn um 1900 entscheidend prägte. In einer bedeutenden Epoche des wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwungs entstand die Villa im typischen Heimatstil, der die bürgerliche Lebensweise in einem ländlich geprägten Umfeld widergibt.

Es erfolgte eine sanfte Sanierung, da das Gebäude als erhaltenswert gilt und weder an der Fassade noch im Innenbereich (original Holztäfer) eine Isolierung angebracht werden konnte. Ohne thermische Änderungen des bestehenden Ziegelmauerwerks blieb die ursprüngliche Fassade als Kombination einer Putz- und Schindelfassade mit allen Fenstern, Fensterläden und Haustüre und der originären Farbgestaltung komplett erhalten.

Im Innenbereich wurden neben der Restaurierung der gewendelten Holztreppen und den Parkettböden lediglich zwei Wände zwischen Kochen und Essen im Erdgeschoss entfernt, im Obergeschoss wurde das Badezimmer neu gestaltet.  Die freistehende Badewanne im antiken Stil mit den entsprechenden Armaturen, der alte Fliesenboden, historische Möbel und ein Kristallluster in Kombination mit einem neuen Bituterrazzoboden, moderner Dusche und Glaswand vereinen auf spannende Weise die vergangene Epoche mit der Gegenwart.

Entsprechend den Ansprüchen an modernes Wohnen wurde ein Zubau für Terrasse und Carport errichtet. Dabei wurde der über einen Meter hohe grau gestrichene Sockel des bestehenden Gebäudes optisch in Sichtbeton weitergeführt. Ein Schmiedeeisengeländer sowie der gesamte Gartenzaun aus der gleichen historischen Epoche wurden vom Bauherrn nach intensiver Recherche erworben und vereinen den Altbau und den Zubau zu einem harmonischen Gesamtbild.

Bauzeit: 2010